Die Frauen des SC Schwyz haben im letzten Spiel vor der Winterpause gegen Schlieren mit 0:4 gewonnen und die rote Laterne abgegeben. Nach 347 torlosen Spielminuten erzielte Schwyz durch Marina Marty den ersten Treffer. Miriam Faccenda war zweimal erfolgreich und Fabiola Scheiber zeigte beim 0:3 eine perfekte Einzelleistung. Es war aber ein Arbeitssieg der gesamten Mannschaft.

Bann gebrochen: Marina Marty setzte der torlosenZeit des SC Schwyz ein Ende. Im Hintergrund Desirée Inderkum und Sarah Planzer.
Mit einem Sieg in die Winterpause
Die Frauen des SC Schwyz bezwangen im letzten Spiel des Jahres den FC Schlieren. Vier Tore und keinen Gegentreffer dürfen schon fast als sensationell gewertet werden. Miriam Faccenda erzielte zwei Treffer.
Bericht von Bruno Facchin (Bote der Urschweiz 05.12.2011)
Ein überaus glücklicher Beni Nideröst verfiel trotz dem klaren Sieg seiner Frauen nicht etwa in Euphorie. «Das war noch lange nicht des Gelbe vom Ei», erklärte er gegenüber dem «Boten». Sarah Planzer doppelte nach. «Wir haben schlecht gespielt, aber wenigstens die Chancen verwertet» meinte die Abwehrspielerin, welche sich in Tat und Wahrheit nicht über Arbeitsmangel beklagen konnte. Zusammen mit ihren Hinterleuten und einer sicheren Marina Niederberger im Tor, konnten die Schwyzerinnen aber Ihre Gegnerinnen in Schach halten. Die Mannschaft hatte als Kollektiv gekämpft und selbst wenn die spielerische Überlegenheit bei Schlieren lag, eben mehr Effizienz an den Tag gelegt.
Zwei starke Sturmspitzen
Schwyz begann mit einem 4-4-2 System und als Sturmspitzen waren Miriam Faccenda und Marina Marty zwei gefährliche Waffen, welche vom offensiven Mittelfeld immer wieder in Richtung Tor abgeschickt wurden. Zwar gab es noch (zu) viele Zuspielfehler und auch in der Ballannahme waren zweifellos noch immer Mängel auszumachen, doch die Mannschaft hat gelernt den beherzten Abschluss zu suchen und sich somit den Erfolg eben auch erkämpft. Die Bedingungen waren alles andere als einfach, denn zum einen war der Kunststoffrasen für die Schwyzerinnen recht ungewohnt, doch das Schlimmste waren die Böen, welche die hohen Bälle stark in ihren Flugbahnen beeinflussten und somit auch nicht selten sehr unberechenbar wurden.
Marty eröffnete Torreigen
Fast enntgegen dem Spielverlauf eröffnete Marina Marty in der 10.Spielminute das Skore. Über die rechte Angriffsseite wurde die «umfunktionierte» Sturmspitze bei einem Einwurf steil eingesetzt und mit einem beherzten Schuss liess sie der gegnerischen Torhüterin keine Chance. Es war aber Schlieren, das zumindest im Mittelfeld das Geschehen prägte, doch Miriam Faccenda setzte in der 35. Minute einen darauf, als sie nach einem kurzen Zweikampf ebenfalls losziehen konnte. Marina Niederberger rettete die Schwyzerinnen kurz darauf mit einer guten Parade vor dem fälligen Anschlusstreffer. Es war Fabiola Scheiber, die sich in der 65. Minute von der rechten Seitenlinie über mehrere Gegenspielerinnen in den Strafraum durchsetzen und zum 0:3 einschiessen konnte. Mit dem 0:4 und zugleich zweiten persönlichen Treffer zeigte Miriam Faccenda nochmals ihre Fähigkeiten als Schützin aus mittlerer Distanz. Alle vier Tore entstanden durch gute Arbeit im Mittelfeld und der Sieg zum Jahresende dürfte der ganzen Mannschaft das verlorene Selbstvertrauen für weitere Aufgaben zurückbringen.
FC Schlieren – SC Schwyz 0:4 (0:2)
Zelgli, Schlieren 80 Zuschauer. SR: Boris Simeon (Bernhard Aggeler / Stefan Rinaldi).
Tore: 10. Marina Marty 0:1, 34. Miriam Faccenda 0:2, 65. Fabiola Scheiber 0:3, 83. Miriam Faccenda 0:4.
FC Schlieren: Pascale Küffer; Patrizia Dreyer, Lea De Boer, Tanja Castillo, Lea Wilauer (66. Carina Rosic), Romana Trajkovska, Isabelle Dreyer, Münever Akyol, Nadine Baker (46. Margaux Kalberer), Mellina Scodeller, Alina Grüter.
SC Schwyz: Marina Niederberger; Nina Suter, Sarah Planzer, Stefanie Füchslin, Anja Mühlebach (66. Tanja Lüönd), Fabiola Scheiber, Silvia Steiner (84. Lisa Bünter), Desirée Inderkum, Marina Strässle (52. Karin Inglin), Marina Marty, Miriam Faccenda.
Bemerkungen: Nach 347 torlosen Spielminuten erzielte Schwyz durch Marina Marty den ersten Treffer.

In Schusslaune: Miriam Faccenda erzielte zwei Tore für Schwyz.
(Bilder Bruno Facchin)